Hier finden Sie alles Wissenswerte über Reifen.
Wir sind bemüht, Ihnen aktuelle Themen und Erkenntnisse mitzuteilen, und erweitern diese Seite ständig für Sie.
Die
wichtigste Information beschreibt den Reifen. Sie steht auch
in den Fahrzeugpapieren und sieht zum Beispiel so aus: "175/70
R 13 82 T".
In diesem Fall haben wir es mit einem
175 mm breiten Reifen zu tun, dessen Verhältnis von Höhe zu Breite 70% beträgt.
Heutzutage sind Pkw-Reifen fast ausschließlich mit einem "R" gekennzeichnet, was für die radiale Bauform der Karkasse steht.
Unser Beispielreifen besitzt einen Innen-Durchmesser von 13
Zoll (1 Zoll = 2,54 cm). Die auch Load-Index genannte
Tragfähigkeitskennziffer "82" gibt die
Belastbarkeit des Reifens an. Sie entspricht hier 475 kg
bei einem Reifendruck von 2,5 bar. Das "T"
am Ende unseres Beispiel-Codes weist auf die Geschwindigkeit
hin, für die der Reifen freigegeben ist: In unserem Fall 190
km/h.
Die englische Bezeichnung „tubeless“
oder die Buchstabenfolge "TL" steht für
"schlauchlos".
Auf Winter– oder Ganzjahresreifen prangt groß das
M&S-Symbol (Matsch und Schnee). Heute verkaufte Neureifen
müssen alle das E-Prüfzeichen tragen. Es garantiert die Einhaltung
der europäischen Norm. Über das Herstellungsdatum des Reifens
geben die letzten drei, beziehungsweise vier Stellen der so
genannten DOT-Nummer Auskunft. Bis 1999 standen die dritt- und
vorletzte Stelle für die Produktionswoche, die letzte Ziffer für
das Produktionsjahr. Seit 2000 wird das Produktionsjahr zweistellig
angegeben. Die Ziffernfolge 4001 bedeutet folglich, dass der
Reifen im Oktober (40. Woche) 2001 produziert wurde.
Einige
Reifen müssen in die vom Hersteller vorgegebene Laufrichtung
abrollen. Dies wird mit Bezeichnungen wie „Rotation“,
„Drehrichtung“, oder „Direction“ und einem
Richtungspfeil angezeigt.
Nach Meinung des ADAC sollte
jeder Autofahrer die "Sprache" seines Reifens verstehen.
Nur so kann er vermeiden, dass ihm beim Reifenkauf alte Ladenhüter
angedreht werden. Auch beim Gebrauchtwagenkauf lohnt sich ein
sachkundiger Blick auf die Pneus. Die montierten Reifen müssen
mit den Eintragungen im Fahrzeugschein übereinstimmen. Sonst
kann es Ärger beim TÜV, bei Verkehrskontrollen und schlimmstenfalls
sogar mit der eigenen Fahrzeugversicherung geben.
Stand 22.07.03
Bessere Reifen nach hinten
Der ADAC rät, bei einem Radwechsel das bessere Paar Reifen
hinten zu montieren. Diese für manche überraschende Empfehlung hat
einen einfachen Grund: Die Hinterachse ist für die Stabilität eines
Fahrzeugs besonders wichtig. Abgefahrene Hinterreifen reduzieren das
Seitenführungspotential der Hinterachse. Dadurch kann das Auto zum
Beispiel auf nasser Fahrbahn ins Schleudern geraten. Fahrer sind mit
einer solchen Situation häufig überfordert. Außerdem ist ein
dadurch möglicher seitlicher Aufprall deutlich gefährlicher als ein
frontaler Zusammenstoß: Knautschzone und Frontairbag helfen nur bei
einem Frontalcrash.
Ein Radwechsel kann durch den
unterschiedlichen Verschleiß der Reifen notwendig werden. Damit es
gar nicht erst so weit kommt, rät der ADAC, die
Reifen regelmäßig achsweise von vorne nach hinten zu wechseln.
Vielfahrer sollten etwa alle 7.000 bis 10.000 Kilometer
durchwechseln. Alle anderen sollten den Tausch zum Beispiel beim
Wechsel von Sommerräder auf Winterräder oder bei der Inspektion
durchführen lassen.
Reifen müssen vielfältige
Aufgaben bewältigen: sie übertragen sämtliche Kräfte zwischen dem
Auto und der Straße. Diese werden beim Beschleunigen, beim Kurven
fahren und beim Bremsen benötigt. Um diesen Anforderungen gerecht zu
werden, sollte das Reifenprofil mindestens vier Millimeter tief sein.
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